Stuten, Fohlen und Pokale - Zwei Fohlenschauen im Münsterland, Station 2
[31.08.2003 • Autor: Hannah Frie]


Nicht-Mutterstute "Askia v. Dellbachtal" legte eine gute Basisprüfung ab.
Viel lockeren Natürtölt gab es auf der Fohlen-FEIF auf dem Gestüt Brock von Anne Trappe in Havixbeck zu sehen. 21 Fohlen gingen hier an den Start; zudem legten – wie schon auf der Fohlenschau in Wadersloh -  einige Mutterstuten und einige junge Stuten die so genannte Basisprüfung ab. Hierbei absolvieren die Stuten im Grunde eine ähnliche Prüfung wie die Fohlen: Eine Richterin/ein Richter beurteilt Typ/Interieur und Gänge der Stute im Freilauf sowie das Exterieur im Stand und Schritt an der Hand. Über Sinn und Unsinn dieser Prüfung lässt sich sicherlich streiten: Meistens sind es Mutterstuten, die zusammen mit der FEIF ihres Fohlens selber geprüft werden sollen. Und Mutterstuten sind naturgemäß mit Weidebauch und dickem Euter versehen und tragen keine Eisen. Ob die wahre Qualität einer Stute unter diesen Umständen ersichtlich wird?

Das Brandzeichen 'westfälischer Islandpferde'.

Bevor jedoch die Beurteilungen anstanden, mussten die Fohlen registriert und gebrannt werden, was alles ohne große Hektik oder Stress durchgeführt wurde.

Richterin Barbara Frische begutachtet ein Fohlen.

Die Mehrzahl der Fohlen hat den Fünfganghengst „Nathan vom Schluensee“ (V: Náttar frá Miðfelli) zum Vater. Weitere Fohlen-Väter sind u.a. „Valur vom Brock“, „Alsvinnur vom Osterberg“, „Ganti vom Maischeiderland“, „Geysir vom Wiesenhof“ oder „Glaður frá Hólabaki“.

"Limra von Burg Ardey" (li.) und "Lilja vom Löwenhof" (re.).

Extrem viel Tölt bei guter Aktion zeigte das Hengstfohlen „Gvendur“ (V: Nathan vom Schluensee, M: Gina); es erhielt für Typ/Interieur, Exterieur und Gang dreimal die 7,8. Über einen guten Schritt und einen gut gesprungenen Galopp verfügt die kleine „Laxnes“-Tochter „Limra von Burg Ardey“, welche die Noten 7,8 für Typ/Interieur und Gänge sowie die 7,9 für das Exterieur bekam. Im lockeren und leichten Trab präsentierte sich „Litla vom Löwenhof“ (V: Glaður frá Hólabaki); ihre Noten: 7,7 (Typ/Interieur), 7,8 (Exterieur) und 7,8 (Gang).

Siegerfohlen mit einer Gesamtnote von 8,05 wurde "Druh".

Das Siegerfohlen ist der kleine Hengst „Druh“ (V: Askur frá Grænuhlíð, M: Ala vom Brock) im Besitz von Anne Trappe: Er überzeugte durch leichtfüßige Gänge mit viel Aktion, viel Tölt, eine aktive Hinterhand, schöne Übergänge zwischen den Gangarten und eine gute Aufrichtung. Seine Gänge bewertete Richterin Barbara Frische mit 8,1, Typ/Interieur und Exterieur jeweils mit 8,0. Gesamtnote: 8,05. Als bestes Stutfohlen und direkt hinter „Druh“ wurde „Bára vom Trollhof“ (V: Nathan vom Schluensee, M: Brúnblesa frá Öxl, MV: Hrimfaxi frá Öxl) von Birgit Andreas platziert: „Bára“ hat ebenfalls eine gute Aufrichtung und sehr gute Reaktionen. In allen drei Punkten wurde sie mit 8,0 beurteilt.

"Gvendur" im lockeren Tölt (li.). / Ein entspannter Ritt mit Mutter und Kind (re.).

Angesichts der Fohlen in Havixbeck darf man sich zukünftig auf viele schöne Naturtölter freuen. Sicherlich entsprechen nicht alle Fohlen den Maßstäben eines Zukunftspferdes für den Sport, dennoch sollte man bedenken, dass gerade diese lockeren Tölter von der Mehrheit der Islandpferdereiter, den Freizeitreitern, dringend gesucht werden.

Ein großes Lob für die jungen Treiber!
Wie gewohnt war die Fohlenschau auf dem Gestüt Brock von den Islandpferdefreunden Münster und Umgebung bestens organisiert und die Reithalle als Veranstaltungsort ideal. Ein großes Lob gab es auch für die jugendlichen Treiberinnen und Treiber, die unermüdlich im Einsatz waren.








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