Mit dem "Taktklar"-Adventskalender nach Island: Ein Reisebericht von Marion Schoening
[20.07.2011 • Autor: Marion Schoening]




Ich konnte es kaum glauben, als ich am 24. den Taktklar Adventskalender öffnete. GEWONNEN!!? Und dann noch den Hauptpreis: eine Woche Reiturlaub auf Egilsstadir 1. Mein Freund Tino konnte sein Glück auch kaum fassen, denn den wollte ich gerne mitnehmen. Geteilte Erfahrungen sind ja immer die schönsten.
Nach einem netten Mailkontakt mit Christiane war auch klar, dass er auch als Reitanfänger gut auf dem Hof aufgehoben ist.
Als Zeitraum suchten wir uns die Sonnenwende aus, wenn man schon mal im Norden ist, ist das doch ein sehr schönes Phänomen. Ein kleiner Traum für Fotoverrückte wie mich, immer Licht!


Also ging es am 19. Juni in das Land ohne Dunkelheit!
Auf Island angekommen erwartete uns nicht nur Christiane, sondern auch eine tolle Mitternachtssonne. Schon die Fahrt zum Hof führte uns durch faszinierende Landschaft und trotz der sehr frühen Morgenstunden gab es einige Erklärungen von Christiane.
Am Hof angekommen bezogen wir unsere „Villa“ ein kleines Sommerhaus, in dem wir uns sofort wohl fühlten und es uns an nichts fehlte.


Am nächsten Morgen lernten wir unsere Gruppe beim reichhaltigen Frühstücksbuffet kennen.

Foto: Henrike

Erika aus Deutschland, ein Stammgast mit viel Erfahrung und Wissen über Island, und das österreichische Pärchen Eva und Peter, die eine ähnliche Konstellation, wie ich und Tino bildeten (also Reitanfänger und Pferdebesitzerin und beides Islandanfänger). Wir verstanden uns sofort gut und vormittags ging es dann zum ersten Ausritt.
Mein Freund war mächtig aufgeregt, wurde aber gut an die Hand genommen und bekam ein sehr ruhiges Pferd. Ich bekam eine nette Viergängerin Perla, die ich auch den Rest der Woche ritt.


Eine wahre Entspannung mal ein Pferd zu reiten, wo die Gangschaltung immer stimmt und die innere Ruhe des Pferdes trotzdem die Lauffreude nicht zügelt. Wirklich das genaue Gegenteil zu meiner ängstlichen Stute zu Hause.
Christiane ritt immer wieder neben Tino, um ihn daran zu erinnern, dass er „atmet“. Im Laufe der Woche und mit einem Pferd, was noch besser passte, klappten die Ritte am Ende der Woche immer besser. Neisti schaukelte Tino auch in einem feinen Galopp bei einem Ausritt mit Oli durch den Lavasand.
Die Landschaft um die Farm ist wirklich vielseitig und wir lernte einige Ecken bei den Ausritten kennen vom alten Schafstall, Lupinenfeldern, einem kleinen „Wald“ (ganz nach dem isländischem Witz, den Oli gleich zum besten gab: Was macht man, wenn man sich in Island im Wald verirrt? Aufstehen!), dem Urriðafoss (einem tollen Wasserfall gleich beim Hof), kraxeligen Hängen am  Þjórsá und dem Fluss an sich, den wir mit unseren Pferden durchwateten.

Foto: Ole / Gruppenbild am Uriddafoss

Bei jedem Ausritt gab es eine Pause im weichen Moos, bei der die Pferde grasen konnten.
Die Pferde auf Egilsstadir 1 sind wirklich sehr ausgeglichen und bestens auch für Anfänger geeignet und auch bei den Ritten wird sehr auf Sicherheit geachtet.
Der Tagesablauf ist auf Egilsstadir 1 immer ein bisschen wie ein Überraschungsei. Zum Frühstück und Mittag kam Sabrina, eine Helferin aus Deutschland, und nannte uns den nächsten Treffpunkt.
Wir stellten dann immer Vermutungen an und lagen auch das ein oder andere Mal richtig. Für uns als völlige Islandanfänger waren die Ausflüge sehr spannend. Wir fuhren meist nachmittags los, was sich als super erwies, weil selbst die größten Touristenattraktionen immer einsam und verlassen waren.

Seljalandfoss


Foto: Eva Bauer ------------- Gletscherzunge-Solheimajökull

Wir sahen einige Wasserfälle, u.a. Skogafoss und Seljalandsfoss, der mir in Island wirklich am besten gefiel, bekletterten eine Gletscherzunge, gruselten uns ein bisschen im Geistermuseum, entspannten in der Blauen Lagune, schnupperten Stadtluft in Reykjavik, entdeckten das geografisch und geschichtlich interessante Þingvellir.

Panorama Þingvellir

Unsere Ohren dröhnten von den Turbinen eines Wasserkraftwerks, was wir besichtigten und unsere Männer probierten die Wikingertoilette in einem nachgebauten Wikingerhaus aus.


Das absolute Highlight, für mich, besuchten wir schon am ersten Tag: Der „heiße Bach“ in Reykjadalur. Nach einem tollen 1,5 stündigen Aufstieg nahmen wir Platz im heißen Bach.


Tranken Wasser und aßen frische grüne Sauerampferblättchen vom Uferrand. Die Natur bietet doch wirklich die faszinierendsten Orte. Keiner wollte aus dem warmen Wasser wieder raus, denn draußen war es nicht ganz so warm.
Nach einer Woche Egilsstadir 1 mit einer netten Gruppe hatten wir viel gesehen und die Verbindung mit dem Reiten war sehr nett. Für uns als Islandanfänger mit Reitanfänger wirklich sehr gut! Trotzdem waren wir neugierig auf mehr.

Reykjadalur

Da wir schon in Berlin wussten, dass wir gerne die ganze Insel kennenlernen wollen, bzw. so viel wie man eben schafft, hatten wir den Rückflug erste eine Woche später angesetzt. So verließen wir Egilsstadir 1 mit unserem Mietjeep und fuhren noch eine Woche einmal die Ringstraße rum. Nach 2000km hatten wir eine Menge gesehen, jedes Sommerwetter (in dem kältesten Sommer seit 50 Jahren) erfahren, Wasserfälle nicht mehr zählen können und Schafe noch weniger.
Wer Lust auf einen genauen Reisebericht und viiiiele Bilder hat, kann gerne auf unserem Blog nachlesen. http://islandimjuni.blogspot.com

Fotos von einigen Hofbewohnern auf Egilsstadir 1

-------------------------Elgur----------------------------------------- Birta


Diese 2 Wochen Island werden wir nie vergessen! Einen lieben Gruß an unsere nette Truppe!
Danke für diese Möglichkeit an das Egilsstadir 1 Team und die Taktklar Redaktion!
Ich wünsche allen viel Glück für den nächsten Taktklar Adventskalender!








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