ungläubige Blicke aufs Smartphone...
[03.11.2014 • Autor: Taktklar Redaktion]


Text/Foto: Regina und Martina Heckele

24.12.2013
ungläubige Blicke aufs Smartphone...



Ulrich Heckele
Lemberger Weintrauben bei der Weinlese


Papa hat den Taktklar Adventskalender in diesem Jahr mit einem gar nicht pferdischen Foto gewonnen.
Papa, der mit Leib und Seele Landwirt und Winzer ist, schüttelt ungläubig den Kopf über den Hauptgewinn. Reisezeit: Mai - August; das passt so gar nicht zur Erntezeit...
Nach kurzem Überlegen tritt er den Hauptgewinn großzügig an seine beiden Töchter ab.

So erfüllte sich also ein lang gehegter Traum für mich und meine Schwester.
Wir stürzten uns in die Planung. Welche Termine sind möglich? Welchen Flug buchen wir? Wollen wir noch Reykjavik auf eigene Faust erkunden?
Endlich Stand der Plan: 1,5 Tage Reykjavik, dann eine Woche Papas Gewinn genießen und zum Abschluss nochmals 2 Tage Reykjavik.
Aber Überraschung: der Flug wird verschoben. Ankunft in Keflavik nicht am Nachmittag, sondern mitten in der Nacht.

21.08.2014

Endlich geht es los!
Nach einem ruhigen Nachtflug von Stuttgart nach Keflavik kamen wir zur Ortszeit 23:30 Uhr in Island an.



Am Flughafen trafen auf reges Treiben und die gastfreundlichen Isländer. Sie nehmen ihre Gästen zu fast jeder Tages- und Nachtzeit am Flughafen in Empfang.
Für uns ging es mit dem Flybus nach Reykjavik ins Hotel. Dort wurden wir freundlich Empfangen. Um halb drei konnten wir, müde aber glücklich, unser Hotelzimmer in der Hauptstadt beziehen.

22.08.2014

Morgens ging es sofort auf Erkundungstour durch die Stadt. Die Hallgrímskirkja war nur wenige Meter entfernt, auch die Seitenstraßen luden zum Bummeln ein.



Bei wunderschönem Sonnenschein und blauem Himmel zog es uns an den Hafen, zur Harpa, zur Skulptur Sólfar und schließlich durch einige Tourist Shops zurück auf die Hallgrímskirkja, von wo aus wir einen wunderbaren Blick über die bunte Stadt erhaschen konnten.



Bei sonnigen jedoch windigen 13 Grad holten wir zuerst unsere Fleecejacken und Schals aus dem Koffer, während die Isländer äußerst zufrieden mit Sonnenbrille in T-Shirts und Shorts unterwegs waren.
Gegen 16 Uhr holte Christiane uns am Hotel ab und gemeinsam mit anderen deutschen Gästen fuhren wir aus der Stadt hinaus.

Auf dem Weg zum Hof machten wir einen kurzen Exkurs zum größten Reitverein Islands. Der Reitverein "Fákur", liegt am Rande von Reykjavik. Christiane erklärte uns das Prinzip "Reitverein auf Isländisch": Man kauft einen Stall mit Paddock, kümmert sich selbst um die Versorgung der Pferde und kann die Anlage nutzen.
In Reykjavik stehen im Winter bis zu 3 000 Pferde in Stallungen. Die Reitwege und die überdimensionale Ovalbahn werden beleuchtet und mit dem Schneepflug freigeräumt, sodass die Pferde jederzeit geritten werden können.

Weiter ging es, ca. eine Stunde über Land, zur Farm.



Auf der Farm angekommen durften wir das nagelneue Blockhaus beziehen, danach ging es gemeinsam mit 4 weiteren Gästen, den lieben Praktikanten und Óli zum Stall. Dort lernten wir die Pferde kennen und unternahmen im Abendlicht den ersten Ausritt in den „isländischen Wald“.
Nach den ersten wundervollen Eindrücken des Landes, der Leute und vor allem der Pferde gab es ein leckeres Abendessen und wir fielen voller Vorfreude auf die bevorstehende Woche in unsere Betten.



23.08.2014

Nach einem reichhaltigen Frühstück trafen sich alle Gäste wieder zum Putzen und Satteln der Pferde am Stall. Durch Ólis interessante und lehrreiche Erläuterungen auf Englisch mit sympathisch isländischem Akzent lernte jeder Reiter sein Pferd besser kennen und erhielt individuelle Tipps.

Mein Pferd für diese Woche sollte der ältere, aber deshalb absolut nicht müde, „Mosart“ sein. Ein sympathischer 5 gängiger Mausfalbe, den ich mit jedem Ritt mehr schätzte.
Meine Schwester ritt den 5 gängigen Fuchswallach „Logi“.



Bei unserem ca. 2 stündigen Ausritt ging es hinunter zum Ufer der Þórsá, zu den Lavasandfeldern, und durch kleine Bäche hindurch, was nicht nur den Reitern sichtlich Spaß machte.

Nach der Brotzeit mit einer wärmenden Suppe machten wir uns auf zum ersten Ausflug:
Besichtigung des Wasserkraftwerkes und des Langhauses Þjóðveldisbaer im Freilichtmuseum und anschließend das Original von Wikingern erbaute Langhaus in Stöng. Dort zeigte uns Christiane ihren Lieblingsplatz am Wasserfall im þjórsárdalur.



Nach diesem schönen Ausflug gab es zur Stärkung Kaffee, Tee und Kekse und auf der Heimfahrt zum Hof durften wir uns schon auf das leckere Abendessen freuen.




24.08.2014

Leider war das Wetter umgeschlagen und es wurde regnerisch und kalt. Morgens beim Ausritt blieben wir noch trocken und ritten über die Winterweide, auf der die Schafe grasten, zum nahegelegenen Wasserfall Urriðafoss.



Der Ausflug ins Heimat- und Fischermuseum in Eyrarbakki und zum Lavastrand nach Stokkseyri war trotz schlechtem Wetter sehr interessant.

  

25.08.2014

Beim heutigen Ausritt wurde aufgrund des aus allen Richtungen kommenden Regens die orangene Regenreitkleidung übergezogen. Trotz des ungemütlichen Wetters, haben wir auf einer schönen grünen Wiese Quadrille-Figuren geübt. 14 Reiter und ihre Pferde waren mit Feuereifer dabei und hatten riesig Spaß.
Am Nachmittag ging es mit dem Kleinbus zu den heißen Quellen Geysir und Strokkur und anschließend zum Gullfoss.



26.08.2014

Und täglich grüßt das Murmeltier. Gemütliches Frühstück mit isländischen Spezialitäten und deutschen Klassikern. 10.30 Uhr Treffen am Stall, Pferde für den Ausritt fertig machen, wertvolle Tipps von Óli. Ausritt in die herrlich abwechslungsreiche Gegend. Mittägliche Brotzeit mit warmer Suppe. Anschließend Ausflüge zu den vielfältigen Sehenswürdigkeiten und zu guter Letzt ein immer leckeres Abendessen.  

Heute fuhren wir nach Þorvaldseyri zum „Eyafjallajökull Erupts Visitorcentre“, leider konnten wir den Vulkan durch die dicken Nebelschwaden nicht sehen. Umso beeindruckter waren wir vom 20 minütigen Dokumentarfilm über den Ausbruch im Jahr 2010.
Auf dem Rückweg machten wir noch an zwei Wasserfällen Halt: Skógafoss, dem man, dank vieler Treppenstufen "auf's Dach steigen" kann und Seljalandsfoss, den man ohne schlechtes Gewissens „hintergehen“ kann.



27.08.2014

Am Vormittag war das Thema des Ausritts der Galopp, da wir bisher Schritt und viel Tölt geritten waren, sollten wir uns nun an den Galopp wagen. In den Dünen, erklärte Óli allen Reitern die Galopphilfen und wie welches Pferd individuell gymnastiziert werden sollte.

Nach intensivem Galopptraining mit einem kleinen „Racing Galopp“, durften die Reiter Mittags in der „Secret Lagoon“ relaxen.



28.08.2014

Am letzten Reittag war das Wetter äußerst freundlich und wir konnten einen tollen abschließenden Ausritt mit Christiane genießen. Vorbei an der Jungpferdeweide, die ganze Gruppe nebeneinander im Tölt reitend, nahmen wir wunderbare letzte Eindrücke mit.

Das heutige Ausflugsziel war der Nationalpark Þingvellir



29.09.2014

Die Woche in Island verging wie im Fluge und schon hieß es: Kofferpacken und Abschied nehmen. Nachdem wir uns von den Pferden und dem super Team von Egilsstadir 1 verabschiedet hatten, ging zurück nach Reykjavik. Dort verbrachten wir noch 2 weitere Tage und es werden bestimmt nicht die letzen auf Island gewesen sein!

Vielen Dank noch einmal an Christiane, Óli und das ganze Egilstadir 1 Team!
...und natürlich an den Taktklar Adventskalender!

PS: Wir haben den besten Papa der ganzen Welt ;)








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